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Klassentreffen oder ein Nachmittag in der LPG
Ballettkomödie von Lars Scheibner und Jacob Steinberg


Inszenierung & Choreografie: Lars Scheibner
Dramaturgie und Libretto: Jacob Steinberg
Bühnenbild: Karen Hilde Fries
Kostüme: ÄNN
Premiere am Sa., 29. Januar 2011

Ich hatte ’nen Traum- `geht über Menschenwitz, zu sagen, was es für ein Traum war. Der Mensch ist nur ein Esel, wenn er sich einfallen läßt, diesen Traum auszulegen. Mir war, als wär’ ich, und mir war, als hätt’ ich – aber der Mensch ist nur ein lumpiger Hanswurst, wenn er sich unterfängt, zu sagen, was mir war. Zettel in W. Shakespeares EIN SOMMERNACHTSTRAUM

In einem kleinen Ort weit im Osten eines großen Landes findet eine dieser seltsamen Zusammen­künfte statt – ein Klassentreffen.
Die Freundinnen Heike und Tanja fassen den Entschluss, ihre alten Schulkameraden wieder sehen zu wollen. Schnell sind einige ausfindig gemacht, kontaktiert, in die Planung des Festes einbezogen. Da sind die beiden KFZ-Mechaniker Nils und Martin, Susanne, die Kindergärtnerin und Birgit, die Krankenschwester, die alle in ihrem Heimatort geblieben sind und den Kontakt zueinander dennoch nicht halten konnten. Maren und Marko haben geheiratet, sind ins Ausland gezogen und einen Waschsalon eröffnet. Cindy verschlug es in die Großstadt und Ulf ist nach dem Wehrdienst bei der Armee hängen geblieben. Hinzukommt der Weltenbummler Robin, der sich schon als Schüler nicht anzupassen wusste. Er hat sich für das Ereignis etwas ganz Spezielles ausgedacht.
Als das Fest in der ehemaligen LPG in vollem Gange ist, mischt er ein Extrakt in die Bowle. Ein Verwirrspiel der Sympathien und Antipathien beginnt, Irritationen, Konflikte, seelisches Chaos, ein Rausch aus gestern, heute und morgen nimmt seinen Lauf und … kann es sein, dass sich Elfen unter die Gäste mischen und Traktoren laut zu lachen wagen? Ist das Leben ein Traum?

Unter Verwendung von Motiven aus William Shakespeares EIN SOMMERNACHTSTRAUM erzählt die Ballettkomödie vom seltsam anmutenden „Aus-der-Zeit-gefallen-sein“, das ein jedes Klassentreffen in sich trägt. Von der Planung, den Vorbereitungen bis zum Fest spannt KLASSENTREFFEN IN EINER SOMMERNACHT den Bogen vom Erwachen längst vergessen geglaubter Erinnerungen bis zum traumwandlerisch bizarren Aufeinander­treffen der ehemaligen Mitschüler. Gemeinsame Zeiten leben auf, vergessene Erinnerun­gen erwachen. Funktionieren die alten Muster noch? Sind die Sympathien geblieben, verschwunden, wieder entflammbar? Existiert Zeit an einem solchen Tag? Ist Zeit in all den Jahren wirklich vergangen?