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Onager
Ein Tanz nach dem gleichnamigen Hörspiel von Hermann Bohlen



Musik: Dreiteiliges Spiel aus Originaltönen der fünfziger und sechziger Jahre von Hermann Bohlen
Choreographie: Lars Scheibner
Länge: 70 Minuten ohne Pause
Premiere: 26.11.2005 Ballett Kiel
Gastspiel im Berliner Theater am Halleschen Ufer am 09.01.2006

Stellt man sich eine Kamera vor, die sich aus dem Weltall auf die Erde zu bewegt um über dem Kopf eines einzelnen Menschen anzuhalten so entsteht vor meinem Auge eine Bildersequenz welche drei Grundfragen der menschlichen Existenz aufwirft: Beim Blick aus dem All auf den einsam blauen Planeten frage ich mich: Woher kommen wir?
Nach weiterer Annäherung an die Erde, angesichts von Städten, Straßen, Autos und von so vielen, kleinen Menschen, welche genau so viele kleine Dinge tun, frage ich: Was machen wir? Und stoppt die Kamera letztlich ihre Fahrt über einem, der nun tatsächlich schon fast sechs milliarden Individuen, so möchte ich brennend fragen: Wozu sind wir?
Ein ähnlicher Bilderrhythmus erschließt sich mir beim Hören von "Onager": Drei Assoziationscluster, welche inhaltlich scheinbar unabhängig von einander, sich doch ein und derselben Frage nähern, der Frage nach dem Sinn der menschlichen Existenz.